Elektroautos brauchen Strom aus einer Steckdose. Erst durch die Steckdose als »Energiequelle« löst sich das Automobil nachhaltig vom Öl. Erst dadurch wird emissionsfreies Fahren möglich. Die gute Nachricht: Strom ist überall genug vorhanden und (im Vergleich zum Benzin) relativ sehr viel billiger. Außerdem existieren z.B. in Deutschland schon Millionen von Steckdosen. Die Frage ist nur: Ist die Steckdose auch dort, wo der eAuto-Fahrer sie braucht oder stellt dies eine zunächst gravierende Hürde für potentielle eAuto-Käufer dar?
Kategorie: Allgemeines
Regulierung von Ladesäulen?
In ihrem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität hat sich die Bundesregierung im Jahr 2009 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum Jahre 2020 sollen auf deutschen Straßen eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sein. Auch eMobile müssen betankt werden. Das »Perpetuum e-mobile« ist noch nicht erfunden. Betankt werden können eMobile entweder – wenn die technischen Voraussetzungen hierfür geschaffen wurden – am eigenen Stromanschluss zu Hause oder an einer öffentlichen eTankstelle, für die sich allgemein der recht plastische Begriff der Ladesäule eingebürgert hat.
Shanghai im Fokus
Mit mehr als 24 Millionen Einwohnern gehört Shanghai zu den bedeutendsten und finanzstärksten Industriestädten Chinas. Neuen Entwicklungen und Trends steht man hier sehr aufgeschlossen gegenüber. Shanghai kann als optimale Mega-City für eMobilität bezeichnet werden.
Bundesverband eMobilität baut internationale Beziehungen aus
Die Bedeutung vertrauensvoller und persönlicher Kontakte zu asiatischen Partnern wird im Bereich der eMobilität eine große Bedeutung für gegenseitige Akzeptanz und erfolgreiches Geschäft haben. Der intensive Austausch mit chinesischen Unternehmen im Rahmen der Automechanika Shanghai im Dezember 2012 sowie im Rahmen des Besuchs einer koreanischen Wirtschaftsdelegation um Prof. Kyehyun Cho von der Yeungnam Universität in der BEM-Hauptgeschäftsstelle hat gezeigt, dass ein ernsthaftes Interesse an ausgewogenen Projektpartnerschaften, sowie am Wissensvorsprung, der allgemeinen Herangehensweise und umfangreichen Expertise des Bundesverbands eMobilität im Bereich der Neuen Mobilität besteht.
Dr. Jan Fritz Rettberg, Kompetenzzentrum für interoperable Elektromobilität, Infrastruktur und Netze, Technische Universität Dortmund, BEM-Beirat
»Die Elektromobilität ist die Querschnittstechnologie des Energiesystems der Zukunft. Hier verbinden sich dezentrale Energiespeicher, flexible Lasten, intelligente Verbraucher, fluktuierende und regenerative Erzeugung über den Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnologie mit dem steigenden Mobilitätsanspruch der Menschen.«
Thomas Raffeiner, Gründer von The Mobility House GmbH Deutschland
»In einer Zeit, in der sich neue Technologien im Auto- und Energiesektor durchsetzen und Umbrüche etablierter Industrien vollziehen, übernehmen wir unternehmerische Verantwortung. Mit einem engagierten Team Innovation zu fördern und den Weg in eine saubere Zukunft zu ebnen, ist für uns Inspiration, Motivation und Ziel zugleich.«
Volker Blandow, Leiter Elektromobilität, TÜV SÜD
»Weltweit Begeisterung für die Elektromobilität zu wecken, das ist mein Job. In China sieht das ganz anders aus als hier. Dort steht der Klimaschutz nicht an erster Stelle, hier geht es um Wettbewerbsfähigkeit bei Zukunftstechnologien und um lokale Emissionen. In Europa sind der Klimaschutz und die Emissionsvorschriften wesentliche Treiber.«
Intersolar Europe 2013
Elektrofahrzeuge spielen bei der Nutzung von erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle, denn die Batterien der Elektrofahrzeuge können durch intelligente Be- und Entladestrategien zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Eine der Anwendungsmöglichkeiten ist die Kombination von PV-Technik (z.B. PV-Carports) mit mobilen Speichertechnologien.
Moderne IKT als Grundlage für eine funktionierende Elektromobilität
Eine breite Marktdurchdringung kann nur gelingen, wenn Elektrofahrzeuge als wirkliche Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen wahrgenommen werden. Dazu bedarf es nicht nur genügend Elektrofahrzeuge mit ausreichender Reichweite, sondern auch einer entsprechenden Infrastruktur. Eine entscheidende Rolle spielt dabei moderne Informationsund Kommunikationstechnik (IKT). Sie steuert alle wichtigen Funktionen im Elektrofahrzeug und bildet die Grundlage für das Zusammenspiel mit zukünftigen intelligenten Energie- und Verkehrssystemen.
RFID-Reader für Ladesäulen
Ladestellen für Elektrofahrzeuge müssen gegen unberechtigte Benutzung abgesichert werden. Die Funkidentifikation hat sich als besonders benutzerfreundlich erwiesen, um den Anschluss einer Stromtankstelle den berechtigten Kunden freizugeben. Konnten Ladesäulen in Pilotprojekten mit vergleichsweise einfachen Readern ausgestattet werden, stellt der künftige Alltagsbetrieb zusätzliche Anforderungen.