Kategorie: Allgemeines

Moderne Anwendungsfälle für moderne IKT

Das Elektrofahrzeug der Zukunft interagiert aktiv mit seiner Umwelt. Dies wird zum einen durch Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) unterstützt, also beispielsweise durch Benutzerschnittstellen mit dem Fahrer, zum anderen aber auch erst durch IKT ermöglicht, wenn man zum Beispiel die Kommunikation mit Servicetechnikern über internet-basierte Dienste betrachtet. Daraus ergeben sich völlig neue Anforderungen und Schnittstellen aus fahrzeugtechnischer und anwendungsspezifischer Sicht, die ein von Grund auf neues Konzept für den Einsatz von IKT in Elektrofahrzeugen erfordert.

Chancen und Risiken des Technologiewandels

Der Wandel zur Elektromobilität ist im vollem Gange. Längst werden erste Serienfahrzeuge ausgeliefert, Flotten getestet sowie Konzepte umgesetzt, die die Umstellung auf die Technologie vorantreiben. Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage, die im Rahmen der Befragten der Capgemini E-Mobility Studie durchgeführt wurde, sehen die Elektromobilität gar als Zukunft der Automobilbranche. Das Interessante daran ist, Technologietreiber sind eher die »Kleinen«, die »Neuen«, die Unbekannten.

Elektromobilität – Normen bringen die Zukunft in Fahrt

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu entwickeln. Im Rahmen dessen wurden besonders relevante Themenbereiche definiert, die in den Arbeitsgruppen der Nationalen Plattform Elektromobilität bearbeitet werden. Ein Kernthema ist der Bereich »Normung, Standardisierung und Zertifizierung«. Um Normen zielgerichtet für die Elektromobilität definieren zu können, ist neben dem technologischen Angebot die Akzeptanz der Nutzer ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Integration von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in die Produktion

Die Einführung von Hybrid- (HEV) und Elektrofahrzeugen (EV) verändert nicht nur das Angebot am Markt, sondern hat auch Auswirkungen auf die Produktionsstrukturen der Automobilhersteller. Die Stückzahlen sind in der Einführungsphase gering und die zukünftigen Produktionsvolumina im Zeitablauf unklar. Die mit hohen Investitionen verbundene Errichtung neuer Endmontagelinien für HEVs und EVs in Größenordnungen, wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE), ist daher noch nicht ökonomisch vorteilhaft.

Steuernachteile für elektrische Geschäftswagen abschaffen

Ein Kommentar von Andreas Jung, MdB, Beauftragter für Elektromobilität der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Parlamentarischer Beirat im Bundesverband eMobilität. Der Steuernachteil bei Geschäftswagen muss ausgeglichen werden. Hier geht es nicht um eine Besserstellung, sondern um die Beseitigung eines Kostennachteils. Die Beseitigung dieses Nachteils spielt eine wichtige Rolle in unserem Regierungsprogramm Elektromobilität. Nach unserer Meinung wird die Dienstwagenfrage letztlich sogar einen großen Einfluss darauf haben, ob wir das Leitmarktziel von einer Million Fahrzeugen bis 2020 erreichen können. Die Rolle von Unternehmensfahrzeugen als anfänglicher Treiber für den elektrischen Massenmarkt kann man kaum hoch genug einschätzen.

Netzwerke in der eMobilität

Ein Blick in die Zulassungsstatistiken scheint den Kritikern der Elektromobilität Recht zu geben. Die Elektroauto-Verkaufsbilanz des Jahres 2011 erfüllt nicht die hoch gesteckten Erwartungen mancher Marktteilnehmer. Einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen zufolge wurden von Januar bis November 2011 gerade einmal 1.808 Elektroautos in Deutschland neu zugelassen. Brauchen wir für die Elektromobilität einen Steve Jobs, um das Ziel der NPE von einer Million Zulassungen bis 2020 zu erreichen? Nein, sicher nicht! Denn wir haben sie in Deutschland bereits – die genialen Ingenieure, Produkte und Unternehmer.

Europa 2020

Im Juni 2010 hat die Europäische Union »Europa 2020: Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum« beschlossen. Diese Strategie knüpft an die ausgelaufene »Lissabon-Strategie« aus dem Jahr 2000 an und legt drei Schwerpunkte für die zukünftige Entwicklung fest: Forschung und Entwicklung sollen gefördert, eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Wirtschaft unterstützt und ein hohes Beschäftigungsniveau erreicht werden. Die drei gesetzten Schwerpunkte sollen durch fünf Kernziele erreicht werden, die bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden sollen.

eMobilität im Alltag

Ladesäulen in bestehende Verkehrstechnik-Anlagen zu integrieren klingt nach einer guten Idee. Ob es auch wirklich eine ist, wollten fünf Unternehmen in Berlin beweisen: Vor gut einem Jahr bauten sie ihre Neuentwicklung, eine Verbindung aus Parkscheinautomat und Ladesäule, in der Wallstraße auf. Nach rund zwölf Monaten Alltagsbetrieb ist klar: Das System ist zukunftsweisend.

Tim Ruhoff, Geschäftsführer Next Generation Mobility, BEM-Beirat

»Die Kombination von Elektromobilität und Strom aus Erneuerbaren Energien erlaubt uns endlich mit der Ressource Öl sinnvoll zu haushalten. Langfristig ist die eMobilität der einzige Ausweg aus einem veralteten System, das kurz vor dem Zusammenbruch steht. Den BEM und mich verbindet eine Gemeinsamkeit besonders stark: Wir wollen etwas bewegen.«

BEM-Delegation emobilisiert Malta

Der Bundesverband eMobilität war Mitte März auf Einladung der maltesischen Regierung im Rahmen einer Delegationsreise gemeinsam mit einigen Mitgliedsunternehmen auf Malta, um über die Elektromobilitäts-Strategie des Inselstaates zu sprechen. Neben Finanzvorstand Michael Hofmann, Marketingvorstand Christian Heep und dem BEM EU-Repräsentanten Dr. Ingo Friedrich nahmen Ulf Schulte von Dornier Consulting, Maximilian Vetter von e8energy, Andreas Fröschl von FROSYS, C.-Friedrich Fahlberg von German E-Cars, Markus Emmert von IPM SYSTEM und ComBInation, Tito Das von Schroff sowie David Raphael Busutill von ParkPod die Gelegenheit wahr, sich mit verschiedenen Wirtschafts- und Regierungsvertretern auszutauschen. Im Rahmen der Delegationsreise besuchten die Teilnehmer den staatlichen Energieversorger Enemalta, die Regulierungsbehörde für den Energiebereich (Malta Resources Authority), die Verkehrsbehörde Transport Malta, die maltesische Industrie- und Handelskammer sowie das Fachministerium für eMobilität.

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